Stahlinstitut VDEh https://www.vdeh.de/en/standardisation/stahl-eisen-blaetter.html – 12.12.2019

Stahl-Eisen-Blätter

Stahl-Eisen-Blätter

Sheets in revision

SEP 1220 - Teile 1 bis 4

Testing and Documentation Guideline for the Joinability of thin sheet of steel, Part 1: General specifications; Part 2: Resistance Spot Welding; Part 3: Laser beam welding; Part 4: MIG-Brazin

SEP 1520

Microscopical examination of the carbide morhology in steels using comparison charts

SEP 1584

Blue fracture test for the evaluation of steels on macroscopic non-metallic inclusions

SEP 1680

Drawing time-temperature-transformation diagrams for ferrous alloys

SEP 1681

Guidelines for preparation, execution and evaluation of dilatometric transformation tests on iron alloys

SEP 1931

Prüfung der Haftung von Zinküberzügen auf feuerverzinktem Feinblech, Kugelschlagprüfung

SEP 1942 new

Cup test for the determination of surface waviness after stretch forming

SEP 1950

Heat stability testing on turbine shafts

SEW 089

Unalloyed and alloyed heat-resistant ferritic steels – preheating during welding

SEW 550

Steels for heavy forgings – Quality requirements

SEW 555

Steels for heavy forgings for turbine and generator components

SEE 201

Materials for tools in tube and extrusion presses for the processing of copper and copper alloys

SEE 202

Hot forming tool materials for tools in extrusion presses for the processing of aluminum and aluminum alloys

Sheets in public survey

SEP 1220 – Teile 5 bis 10 new

Testing and Documentation Guideline for the Joinability of thin sheet of steel, Part 5: Gas Metal Arc Welding, Part 6: Adhesive Bonding, Part 7: Projection Welding of Fasteners, Part 8: Drawn

Statement until: December 12th, 2019 Download draft

Recently published sheets

SEP 1572 (2. Ausgabe)

Das Stahl-Eisen-Prüfblatt (SEP) 1572 “Mikroskopische Prüfung von Automatenstählen auf sulfidische Einschlüsse mit Bildreihen” wurde 1971 veröffentlicht, um auch bei Stählen mit bewusst hohem Einschlussgehalt die Ausbildung der Einschlüsse charakterisieren zu können. Das Prüfblatt war auf die manuelle Auswertung mittels Bild-Richtreihen ausgelegt und ist nicht direkt der Bildanalyse zugänglich.
Mit dem Ziel, die Prüfung sowohl manuell als auch bildanalytisch zu ermöglichen, und gleichzeitig eine möglichst hohe Entsprechung zur Ausgabe von 1971 zu gewährleisten, wurde das SEP 1572 nun inklusive Bild-Richtreihe überarbeitet. Die 2. Ausgabe mit Ausgabedatum März 2019 wurde vom Stahlinstitut VDEh veröffentlicht.
Das SEP 1572 erscheint erstmals auch in englischer Sprache und beschreibt die Prüfung auf Sulfidteilchen an der Schliffprobe. Sie gilt für Automatenstähle, kann aber nach Vereinbarung auch auf andere Stahlgüten (z. B. mit einem geregelten Schwefelgehalt) angewendet werden. Die Prüfung kann manuell mittels Richtreihe oder automatisiert mit Hilfe von Bildanalysesystemen erfolgen. Um den Unterschied zwischen manueller und automatischer Auswertung zu minimieren, folgen die Einstufungen einer mathematischen Systematik. Diese Systematik wurde so gewählt, dass sie mit der Richtreihe des SEP 1572:1971 eine gute Übereinstimmung aufweist. Da mit der Bildanalyse im Gegensatz zur manuellen Auswertung statistische Parameter der Sulfidverteilung bestimmt werden können, kann ein einfaches Java-Bildanalysetool beim Stahlinstitut VDEh kostenfrei bezogen werden. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an stefanie.brockmann_at_vdeh.de

Das SEP 1572 kann über shop.stahldaten.de oder www.beuth.de/de bezogen werden.

SEP 1611

Zum Transport unterschiedlicher Medien (z. B. Gas, Öl, Brauch- und Abwässer) werden vielfach Leitungsrohre aus Stahl eingesetzt, die aus warmgewalzten Vorprodukten hergestellt werden. Als Rohlinge für die Erzeugung dieser Vorprodukte werden durch Stranggießen hergestellte Brammen eingesetzt. Verfahrens- und werkstoffbedingt kommt es bei der Erstarrung des Stahls zur Ausbildung einer Kernseigerung. Diese ist abhängig von den Randbedingungen unterschiedlich ausgeprägt und kann einen Einfluss auf die Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften haben.
Zur Qualitäts- und Prozessüberwachung, speziell bei der Produktion von Stählen für die Rohrherstellung, sind daher in der Vergangenheit verschiedene Methoden zur Bewertung der Kernzone von stranggegossenen Brammen entwickelt worden (z.B. Mannesmann-Richtreihe), welche jedoch nicht den Status einer allgemein zugänglichen Norm oder Richtlinie haben. Derartige Verfahren basieren darauf, dass nach Durchführung einer Makroätzung seigerungsbedingte dunkle Bereiche in der Kernzone einer Bramme erkennbar sind.

In der 1. Ausgabe des mit Ausgabedatum Oktober 2018 vom Stahlinstitut VDEh herausgegebenen Stahl-Eisen-Prüfblatts 1611 „Bewertung der Seigerungsstruktur der Kernzone an stranggegossenen Brammen“ werden nun, basierend auf dem aktuellen Stand der Technik, verschiedene in der Praxis etablierte Vorgehensweisen zur Bewertung der Brammenkernzone zusammengeführt. Hierzu werden der Prozess der Probenahme, die Probenvorbereitung, die Prüfmethode, das Auswerteverfahren und die erforderliche Dokumentation spezifiziert. Zur Auswertung können verschiedene Methoden genutzt werden: Bildrichtreihe, Messverfahren mittels Kreisschablonen oder Flächenmessverfahren mittels digitaler Bildanalyse.

Das SEP 1611 kann über shop.stahldaten.de bezogen werden.

SEW 605 (1. Ausgabe)

Die Gewichtsreduzierung von Fahrzeugkomponenten hat zu filigraneren Bauteilen und der Verwendung von hochfesten Materialien geführt. Herkömmliche Lösungen mit Vergütungsstählen erfüllen nicht immer alle Wünsche hinsichtlich technischer Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit. Kontinuierlich abgekühlte bainitische Stähle, wie sie infolge einer Warmumformung im Austenitbereich hergestellt werden können, sind teilweise deutlich besser in der Lage, die genannten Aspekte miteinander zu verbinden, was im letzten Jahrzehnt zu einer erfolgreichen Einführung solcher Komponenten im Automobil geführt hat. Dieser Trend spiegelt sich in einer Vielzahl von kommerziell erhältlichen Stabstahl- und Walzdrahterzeugnissen wider. Um die erforderliche Härtbarkeit zu gewährleisten, zeichnen sich diese Erzeugnisse durch erhöhte Mangangehalte aus, manchmal auch in Kombination mit Chrom, Molybdän und Nickel. Solche Stähle werden heute in keiner bestehenden Werkstoffnorm beschrieben.

Das Stahl-Eisen- Werkstoffblatt 605 wurde vom Stahlinstitut VDEh mit Ausgabedatum Juli 2019 veröffentlicht und bietet den Kunden eine allgemeine Beschreibung dieser neuen Stahlklasse. Bei natürlich abgekühlten Stahlerzeugnissen variiert die Abkühlgeschwindigkeit in Abhängigkeit der Teilegeometrien (oder Stabstahldurchmessern). Um konstante Eigenschaften einstellen zu können, wird die Stahlzusammensetzung (insbesondere der Mangan- und Chromgehalt) an die jeweiligen natürlichen Abkühlgeschwindigkeiten angepasst.

Das SEW 605 kann über shop.stahldaten.de oder www.beuth.de/de bezogen werden.

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Dr.-Ing. Stefanie Brockmann

Dr.-Ing. Stefanie Brockmann

Head of Materials Engineering

Stahlinstitut VDEh
Sohnstraße 65
40237 Düsseldorf

Telefon: +49 211 6707-159
Stefanie.Brockmann_at_vdeh.de